Moderne hochwertige Zahnheilkunde kann heute Zähne erhalten, die vor nicht allzu langer Zeit noch entfernt werden mussten. Ist z. B. ein Zahn bis in die Wurzeln erkrankt und der Nerv entzündet, kann dieser Zahn in den meisten Fällen mit den Mitteln der modernen Endodontie erhalten werden.

Die Endodontie ist ein Spezialbereich der Zahnerhaltung. Sie erfordert enormes Fachwissen und ständige Fortbildung sowie neben einer speziellen technischen Ausstattung besondere Instrumente und Materialien, viel Zeit, extreme Präzision und die Beherrschung komplizierter Techniken. In den letzten zehn Jahren hat die Endodontie eine außerordentliche und wissenschaftlich gestützte Weiterentwicklung erfahren. Dank intensiver Forschungen, neuer Materialien und optimierter Behandlungsmethoden hat sich für Ihre Zahnerhaltung eine neue Dimension aufgetan. Sprechen Sie mit mir - in einem persönlichen Gespräch beantworte ich Ihnen gerne Ihre Fragen.

 

Ursache: Zahnwurzel-Entzündung

Fast immer ist Karies die Ursache für eine Entzündung der Zahnwurzel: Bakterien , die für die Zerstörung der Zahnhartsubstanz (Dentin) verantwortlich sind, konnten bis in das Zahninnere (Zahnmark und Pulpa) und zu den feinen Kanälchen in der Zahnwurzel vordringen. Jede Zahnwurzel hat mindestens einen Kanal, der mit Zahnmark – Gewebe, Zahnnerv und feinsten Blutgefäßen – gefüllt ist. Diese Kanälchen sind nach unten offen und verbinden das Zahninnere mit dem Körper.

 

Neue Chance: Wurzelkanalfüllung statt Zahnentfernung

 

Dringen Bakterien in das Zahnmark ein, entsteht eine Entzündung. Die Blutgefäße weiten sich aus und drücken auf den Nerv. Ist dieser noch „vital“ können heftige Schmerzen entstehen. Wird die Entzündung nicht behandelt, kann sie über den Kieferknochen bis ins Weichgewebe gelangen und eine „dicke Backe“ (Abszess) verursachen. Bei einem devitalen Nerv kann die Erkrankung auch lange unentdeckt bleiben – unter Umständen sogar mehrere Jahre. So lange nämlich, wie die Abwehrkräfte des Körpers die eingedrungenen Bakterien „in Schach“ halten können. Dabei kann sich der „chronische Herd“ des erkrankten Zahnes auf andere Bereiche des Körpers (Organe, Gelenke etc.) auswirken. Durch eine Schwächung der Abwehrlage oder eine starke Vermehrung der eingedrungenen Bakterien kann daraus jedoch plötzlich und unerwartet ein akuter Schmerzzustand entstehen. Auch heute kann es notwendig sein, dass ein derartig erkrankter Zahn entfernt werden muss. In den meisten Fällen steht aber dem endgültigen Zahnverlust eine bewährte und Zahn erhaltende Therapie gegenüber: Die Wurzelkanalbehandlung.

 

Eigene Zähne ein Leben lang behalten

Lupenbrille, Hochleistungsmikroskop, computergesteuerte flexible Titanfeilen oder innovative Präzisions-Ultraschallaufsätze gehören zu dem Instrumentarium, das heute zur Optimierung der endodontischen Maßnahmen eingesetzt werden kann. Bei einer Zahnwurzelbehandlung helfen grazilste Spezialgeräte, um vitales oder auch nicht mehr lebendes Gewebe, sowie Bakterien aus den winzigen Wurzelkanälchen zu entfernen, die Entzündung zu behandeln, den Wurzelkanal zu desinfizieren und mit einem Spezial-Füllungsmaterial wieder zu schließen. Eine zahnärztliche Anästhesie (lokale Betäubung) sorgt dafür, dass die Therapie schmerzfrei für Sie ist.

 

Längenmessung

Die optimale Aufbereitungslänge der Wurzelkanäle wird sowohl mit Hilfe eines Messinstrumentes als auch durch ein elektronisch arbeitendes Gerät bestimmt. In der Regel beginnt die Therapie mit einem Röntgenbild. Die Aufnahme zeigt die Länge des Wurzelkanals und macht das Ausmaß der Entzündung deutlich. Nach der Aufbereitung und Erweiterung des Wurzelkanals mit unterschiedlichen Instrumentenstärken erhält er eine Füllung aus einem Spezialmaterial. Anschließend wird der Wurzelkanal „bakteriendicht“ verschlossen.

Hygiene, Präzision und Konzentration

Eine Endodontie-Therapie klingt theoretisch einfach, ist aber aufwändig und kompliziert, manchmal sogar ausgesprochen schwierig und nimmt häufig sehr viel Zeit in Anspruch. Denn abgesehen davon, dass ein Zahn mehrere Wurzelkanäle haben kann, verlaufen diese häufig abgewinkelt oder gekrümmt und haben darüber hinaus auch noch mikroskopisch winzige Nebenkanälchen. 

Reinigung des Wurzelkanals

Gewebereste, Bakterien und Giftstoffe müssen restlos entfernt werden. Dafür eignen sich Hand- wie auch Computer gesteuerte flexible Nickel-Titaninstrumente und Ultraschall-aktivierte chemische Spülungen. Neben dem Instrumentarium ist für diesen Arbeitsschritt vor allem hoher Zeitaufwand nötig. Um das Infektionsrisiko durch die in der Mundhöhle und im Speichel befindlichen Bakterien zu verringern und damit diese nicht in die Pulpa (Zahnmark) eindringen, kann der zu behandelnde Zahn immer mit einem Gummituch (Kofferdam) „isoliert“ werden. Häufig reicht eine „normale“ Vergrößerung nicht aus, um alle Wurzelkanäle zu finden. Höhere Vergrößerungen mit einer Lupenbrille oder einem Mikroskop optimieren deutlich die Behandlungsmöglichkeiten.

Gut zu wissen

Eine Wurzelkanalbehandlung kann langwierig sein. Angst ist zwar überflüssig, ein bisschen Geduld allerdings nicht. Sind mehrere Sitzungen für eine Endodontie-Therapie erforderlich, wird der Zahn zwischen den Behandlungsterminen mit einer medikamentösen Einlage versehen und dicht verschlossen. Um natürliche Zähne als „Pfeiler“ für eine Zahnersatzversorgung zu erhalten kann u. a. eine Wurzelbehandlung erforderlich sein. Gehen bei einem Unfall Teile eines Zahnes verloren kann eine Wurzelbehandlung vor der Überkronung des Zahnes notwendig werden. Im Einzelfall können weitere Maßnahmen, wie z. B. eine Wurzelspitzenresektion (Entfernung der Wurzelspitze), nötig sein, die aber nur zusammen mit einer vollständigen Wurzelfüllung erfolgreich sein kann. Eine erfolgreiche endodontische Behandlung kann den natürlichen Zahn langfristig erhalten. Jedes Jahr, in dem eine wurzelbehandelter Zahn Ihr Lachen mit einer lückenlosen Zahnreihe ermöglicht, ist ein Gewinn für Ihre Lebensqualität. Diese Patienten-Information beschreibt auch mögliche Optimierungen einer Wurzelfüllung, für die eine versicherungstechnische Absicherung nicht zwingend gegeben sein muss.

Vorbeugen ist grundsätzlich besser!

Kommen Sie regelmäßig zweimal im Jahr zum „Mundgesundheits-TÜV“. Nehmen Sie unsere professionelle Prophylaxebetreuung und zweimal jährlich die „Professionelle Zahnreinigung“ in Anspruch. Lernen Sie Ihr individuelles Karies- und Parodontitisrisiko kennen und lassen Sie sich von uns ihr ganz persönliches Prophylaxeprogramm entwickeln, damit sie sich (zahn-)gesund ernähren fit sind für Ihre häusliche Mundhygiene Fissurenversiegelung und Fluoride schützen Ihre Zähne. Sprechen Sie mit meinem Prophylaxeteam und mir - wir beraten Sie gerne!

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